Jakob Kunath

Der Dresdner Bariton Jakob Kunath wurde 1994 geboren und studierte seit 2014 an der Hochschule für Musik “Carl Maria von Weber“ Dresden in der Klasse von Prof. Hendrikje Wangemann und setzt seine Studien seit Herbst 2018 bei KS Roland Schubert in Leipzig fort. Ab der Spielzeit 2019/2020 ist er Ensemblemitglied am Landestheater Detmold und dort unter anderem als Graf von Eberbach („Der Wildschütz“), in der Titelrolle des Figaro („Le nozze di Figaro“) sowie als Freddy („My fair Lady“) zu erleben.

Er begann seine musikalische Ausbildung bei den Dresdner Kapellknaben. Hier konnte er als Knabensopran in einigen Produktionen der Sächsischen Staatsoper bereits früh Bühnenerfahrung sammeln. Seit 2017 singt Jakob Kunath den Papageno bei den Dresdner Residenzkonzerten. 2019 singt er dort auch den Graf Almaviva in der Neuproduktion „Le nozze di Figaro“. Er gab 2018 sein sehr erfolgreiches Debüt als Guglielmo in der Hochschulproduktion von „Così fan tutte“ und debütierte an der Oper Leipzig als Happy in „La fanciulla del west“. Ebenso war er als Roderich de Weert in Künneke’s Operette „Der Vetter aus Dingsda“ und als Richter zu Richmond in „Martha“ am Landestheater Detmold zu erleben und gastierte erstmals am Mittelsächsischen Theater Freiberg als Mathieu in der Neuproduktion von „Andrea Chenier“. In der Leipziger Hochschule sang er 2019 die Hauptpartie des Chevalier Des Grieux in Jules Massenets „Le portrait de Manon“. Des Weiteren kehrte er 2019 an die Oper Leipzig zurück und sang den Indianer in der neuen Produktion „Die verkaufte Braut“. Im Sommer 2019 gab Jakob Kunath seine Rollendebüts als Kilian und Ottokar im „Freischütz“ bei einer Produktion bei München unter der musikalischen Leitung von Gerold Huber senior. In der Spielzeit 2019/2020 gastierte er wiederholt an der Oper Leipzig und gab dort sein Rollendebüt als Moralès („Carmen“). Weitere Engagements an der Leipziger Oper beinhalten den Indianer („Die verkaufte Braut“) und Happy („La fanciulla del West“). Ebenso kehrte er, für die Rolle des Mathieu („Andrea Chenier“), an das Mittelsächsische Theater Freiberg zurück.

Sein großes Interesse an der Gattung Lied führt dazu, dass er sich bereits ein sehr breit gefächertes Repertoire erarbeiten konnte. Dort finden sich nicht nur Robert Schumanns op.24, der Liederkreis op.39, die Dichterliebe oder Franz Schuberts „Schöne Müllerin“, sondern auch Werke zeitgenössischer Komponisten wie Aribert Reimann oder Wolfgang Rihm. In der Liedklasse wurde Jakob Kunath von KS Prof. Olaf Bär betreut und ist derzeit in der Klasse von Prof. Alexander Schmalcz.

Konzerte führen den Bariton regelmäßig durch den deutschsprachigen Raum, so sang er beispielsweise im Sommer 2018 „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms in der Dreikönigskirche Dresden.
Meisterklassen bei Hedwig Fassbender, Olaf Bär, Rudolf Piernay, Eric Schneider, Christine Schäfer oder Lucas Meachem geben ihm sowohl im Lied- als auch im Opernrepertoire stets neue Impulse.
Jakob Kunath war Teilnehmer des „Neue Stimmen“ – Meisterkurses 2020. 2018 gewann er den Albert-Lortzing-Wettbewerb in Leipzig und wurde Preisträger der Kammeroper Schloss Rheinsberg, wo er im Juni 2018 als Dr. Fichler in Frank Matthus’ Opernburleske „A Bad Man’s Life“ debütierte. Er ist Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes Dresden. Jakob Kunath wurde 2017 Förderpreisträger der Internationalen Sängerakademie Torgau